Venezuela weißt deutschen Botschafter aus

Der venezolanische Präsident hat den deutschen Botschafter Kriener ausgewiesen. Hintergrund ist die dauerhafte Unterstützung Deutschlands des selbst ernannten Präsidenten Guaidó und das unser Botschafter eben diesen Guaidò am Flughafen bei seiner Rückkehr nach Venezuela empfangen hat. Der Präsident Nicolás Maduro begründet diesen Schritt mit der dauerhaften Einmischung Deutschlands und anderer europäischer Staaten in die inneren Angelegenheiten seines Landes. Unser Außenminister Heiko Maas reagiert auf Twitter entsprechend verschnupft:

Letztlich kann ich Maduro aber durchaus verstehen. Wir mögen es auch nicht, wenn sich andere Staaten in unsere Angelegenheiten einmischen und einfach irgendwelche selbsternannten Präsidenten anerkennen und diese hofieren. Ich fürchte durch solche Maßnahmen wird sich die Lage in Venezuela nur noch mehr verschärfen. Sie ist seit dem Amtsantritt von Maduro immer schlechter geworden. Allein zwischen 2013 und 2017 ist die Wirtschaftsleistung um ca. 30% gesunken, die Arbeitslosenquote beträgt ca. 27%. Ungefähr 82% der Venezuelaner leben in Armut und kämpfen mit zunehmenden Hunger. Der sich verschärfende Konflikt mit den USA und Europa wird die Lage noch weiter eskalieren lassen.

Hier ist eine sehenswerte Doku von arte zu diesem Thema:

Letztlich muss man natürlich auch sagen, dass bei der Präsidentenwahl 2018 nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist und der Zorn der Opposition verständlich ist. Die Frage ist halt nur, ob und wie man aus dem Ausland Einfluss nimmt. Letztlich müssen es die Leute in Venezuela ausbaden und nicht die deutschen Politiker, die Öl mit ins Feuer gießen.

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