Überprüfung der politischen Gesinnung der Eltern in Kitas

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Sollten Kitas wirklich die politische Gesinnung der Eltern überprüfen und sie bei negativen Ausgang zu einem Gespräch einladen? Diese Idee wird sich für den einen oder anderen eher nach DDR oder Nazi-Zeit anhören. Stammen tut die Forderung aber aus einem Papier der Amadeu Antonio Stiftung, welches mit freundlicher Unterstützung des Familienministeriums entstanden ist. Dort wird zum Beispiel erklärt, wie man Kinder von Nazis erkennt:

[Es] sind traditionelle Geschlechterrollen in den Erziehungsstilen erkennbar: Das Mädchen trägt Kleider und Zöpfe, es wird zu Hause zu Haus- und Handarbeiten angeleitet, der Junge wird stark körperlich gefordert und gedrillt.

Die Eltern sollen dann zum Rapport bestellt werden:

In der konkreten Situation ist es hilfreich, die Eltern zum persönlichen Gespräch in die Kita einzuladen. […] Es sollte deutlich gemacht werden, inwiefern autoritäre und geschlechterstereotype Erziehungsstile die vielfältigen Möglichkeiten von Kindern einschränken und Entwicklungen erschweren.

Auch für den Fall, dass eine Mutter die Multikultibemühungen einer Kita in Frage stellt, hat das Papier eine Antwort:

Eine Mutter macht sich Sorgen um die Qualität der Bildung für ihre Tochter, »man wisse ja, wie sehr das Niveau sinke in diesen Multi-Kulti-Einrichtungen, nicht zuletzt aufgrund der Sprachprobleme«. […] Aus der Forschung und Erkenntnissen der Migrationspädagogik wissen wir: Diese Sorgen sind unbegründet.

Na dann ist ja alles klar.

So geht es in dem Papier immer weiter. Alle die nicht für Multikulti, Genderblödsinn usw. sind, sind Nazis oder sympathisieren zumindest mit ihnen und müssen dringend von den linken Aktivisten aufgeklärt werden. Es zieht sich wie ein roter Faden durch das Papier, dass (nur) die Autoren wissen was gut für die Kinder ist und was nicht. Welche Werte die Eltern haben und vermitteln wollen, ist ihnen recht egal. Ihre Werte sind die Besten, alles andere ist rechts oder “ultra-konservativ”. Ich bin doch recht erstaunt, dass so etwas vom Familienministerium unterstützt wird. Hat den niemand das Papier mal gelesen, bevor sie ihre Unterstützung zugesagt haben?

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