Junge Alternative fordert umdenken in der AfD beim Klimawandel

Klimawandel
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Bisher war die offizielle Meinung der AfD, dass es keine menschengemachten Klimawandel gibt und man den Klimawandel eh nicht aufhalten kann. Was die Wissenschaft zu diesem Sachverhalt zu sagen hat, war eigentlich auch egal. Alle, die den menschgemachten Klimawandel thematisierten, wurden teils heftig von AfD-Politikern beschimpft. Schon Legendär ist das Interview von “Jung & naiv” mit der AfD-Klimaexpertin Beatrix von Storch.

Aber auch andere führende Politiker in der AfD sind dieser Meinung. So zum Beispiel Alexander Gauland, der im ZDF-Sommerinterview gesagt hat:

Ich glaube nicht, dass es gegen den Klimawandel irgendetwas gibt, was wir Menschen machen können.

Auch im AfD-Grundsatzprogramm gibt es eine entsprechende Stelle, die sich mit dieser Thematik beschäftigt:

Das Klima wandelt sich, solange die erde existiert. die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung beruht auf bisher unbewiesenen hypothetischen Klimamodellen.

Ich denke die politische Linie der AfD in dieser Frage ist klar. Das Problem ist jetzt nur, dass bei der Europawahl, die AfD in der Gruppe der bis 30-jährigen nur 6% der Stimmen geholt hat. Die Grünen hingegen 33%. Auf Grund dieses Trends hat der Chef der Jungen Alternative in Berlin, David Eckert, einen Brief an seinen Landesverband geschrieben. Darin heißt es:

Steuern wir dem nicht entgegen, läuft die AfD Gefahr, demographisch den Anschluss zu verlieren. Die Wählergruppe unter 30 Jahren ist nicht zuletzt wegen ihrer Synergieeffekte von großer Bedeutung. In dieser Gruppe befinden sich die YouTuber und sogenannte ‘Influencer’, die zunehmend das politische Betätigungsfeld für sich entdecken und deren Einfluss auf junge Menschen nicht unerheblich ist.

Demographisch gesehen stellt diese Gruppe zwar eine Minderheit dar, aber von ihr könnte ein Signal ausgehen, welches auch auf die anderen Altersgruppen abstrahlt. Um diesem Problem zu begegnen, schlägt David Eckert zwei Maßnahmen vor:

  1. Anerkennung des von Menschen beeinflussten Klimawandels
  2. Mehr junge und sympathische Führungspersönlichkeiten in der AfD

Konkret heißt dies also, dass er seine Partei auffordert von einer inhaltlichen Position abzurücken und das nicht auf Grund inhaltlicher Argumente, sondern wegen drohendem Machtverlust. Und ich habe immer gedacht, dass die AfD anders sein will als andere Parteien… Konkret schreibt er:

Wir fordern die Mandats- und Funktionsträger unserer Partei dazu auf, von der schwer nachvollziehbaren Aussage Abstand zu nehmen, der Mensch würde das Klima nicht beeinflussen

Wie das wohl bei ihrer Kernwählerschaft der über 50-jährigen ankommt?

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