Hannover führt gendergerechte Sprache ein (Update)

Heute habe ich eine überaus erfreulich Meldung aus Hannover gelesen: Hannover führt in ihren offiziellen Schriftstücken gendergerechte Sprache ein! Ja echt! Endlich! <sarkasmus off>

Lehrer werden zu Lehrenden, Wähler zu Wählenden, Teilnehmer zu Personen – und aus dem Rednerpult wird das Redepult: Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover setzt in Zukunft stärker auf Gendergerechtigkeit. Der gesamte städtische Schriftverkehr, also E-Mails, Pressemitteilungen, Broschüren, Formulare, Flyer, Hausmitteilungen, Formulare, Rechtstexte und Briefe, werde von nun an in “geschlechtergerechter Verwaltungssprache” formuliert sein

www.spiegel.de/karriere/hannover-fuehrt-gendergerechte-sprache-ein-a-1249326.html

Habt ihr euch jetzt auch gerade gefragt ob denn schon der erste April ist? Ich frage mich was dieser Blödsinn soll! Hat Hannover keine anderen Probleme?

Die Begründung dafür ist wieder mal eine Aneinanderreihung von sinnfreien Wörtern wie “Vielfalt”. Angeblich wollen sie damit alle Menschen gleichermaßen ansprechen. Das Problem ist nur, dass damit einfach nur die Sprache verwässert und unexakt wird. Lehrer sind eben nicht das gleiche wie Lehrende. Beide Mengen überschneiden sich zwar, sind aber nicht gleich. Auch ein Schreinermeister ist ein Lehrender wenn er seinem Azubi gerade etwas beibringt. Und eine Lehrer ist nicht unbedingt ein Lehrender. Und das generische Maskulinum hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Das Problem ist nur, dass die Vertreter die Genderblödsinns das alles wissen. Sie wissen auch, dass die Mehrheit der Deutschen ihren Schwachsinn nicht will. Darum geht es aber nicht. Es geht um eine Kulturrevolution von oben. Hier staatlich verordnete Sprachregelungen. Das tragische ist ja, dass diese Sachen, die am Anfang nur vom links-grünen Spektrum propagiert wurden, mittlerweile von fast allen Parteien, auch den ehemals konservativen, vertreten oder zumindest nicht verhindert werden. Mittlerweile hat es die links-grüne Elite geschafft ein Klima zu schaffen, bei dem sich so gut wie keine Person des öffentlichen Lebens traut gegen diesen Blödsinn aufzubegehren. Es ist schon traurig, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt.

Update: Gerade habe ich gelesen, dass auch Augsburg eine entsprechende Anweisung auf den Weg gebracht hat. Auch hier ist die Argumentation haarsträubend. Ich zitiere ein paar Perlen aus den Stellungnahmen von einigen Rathäusern aus Bayern:

Augsburg bekenne sich zur Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern […] Eine gendergerechte Sprache vermittelt Respekt allen Geschlechtern gegenüber und steht damit für eine moderne Verwaltung […] „Eine faire und geschlechtergerechte Sprache macht Frauen und Männer als Handelnde sichtbar. Sie zeigt deutlich, wer angesprochen wird”

Donaukurier, https://www.donaukurier.de/nachrichten/bayern/Kommunen-Sprache-SCHWABEN-Bayern-Geschlechtersensible-Sprache-kehrt-in-Bayerns-Amtsstuben-ein;art155371,4060027

Moderne Verwaltung wäre es, wenn ich die meisten Sachen online erledigen könnte. Und durch diesen Genderquatsch wird die Sprache ja gerade verwässert und unschärfer.

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