Eine Heilige fährt Boot – Was steckt hinter dem Klimahype?

Jesus ist damals über das Wasser gelaufen um zu seinen Jüngern in das Boot zu kommen. Wenn es damals schon Onlinemedien und eine Bildzeitung gegeben hätte, dann wäre das die Sensationsmeldung gewesen. Heute herrscht schon große Aufregung wenn ein Teenager mit einem Boot über den Atlantik zu einer Klimakonferenz mitgenommen wird. Mittlerweile hat Greta Thunberg so etwas wie den Status einer Heiligen erlangt – einer Heiligen der neuen Klimareligion. Anders kann mich mir nicht erklären, dass sogar die Tagesschau über diese Aktion berichtet und manche Medien einen News-Ticker (z.B. hier) eingerichtet haben. Andere, angeblich seriöse Medien berichten unter der Überschrift “Greta Thunberg: So sieht die Segeljacht aus” (spiegel.de) über die Reise.

Alles nur ein Hype, der einige dazu verleitet Greta wie eine Heilige zu verehren? Oder steckt mehr dahinter?

Kommerzielle Interessen hinter dem Hype?

Immer wenn eine Bewegung mit viel Werbung, Medienecho und schneller Verbreitung voran gebracht wird, sollte man sich die Frage stellen, ob hinter der ganzen Sachen vielleicht kommerzielle Interessen stecken. Zwei Parteien fallen dabei ins Auge: Ingmar Rentzhog mit der Firma WeDontHaveTime AB und die Eltern von Greta Thunberg. Die Frage, die sich hier natürlich stellt ist, ob der Hype gezielt wegen kommerziellen Interessen ausgelöst wurde oder ob findige Akteure einfach die Gunst der Stunde zu nutzen wissen.

WeDontHaveTime AB

Besonders am Anfang ihrer Auftritte wurde Greta von Mitarbeitern von “We don’t have time” begleitet. Sie haben zumindest am Anfang auch ihren Schulstreik über youtube vermarktet. Das Unternehmen wurde von Schwedens erfolgreichsten PR-Manager und Börsenspezialisten, Ingmar Rentzhog gegründet. Sein Ziel ist es das größte soziale Netzwerk für Klimaaktionen zu schaffen und damit natürlich viel Geld zu verdienen, wie er auch selbst zugibt.

Der Fokus auf dem Geldverdienen zeigt sich auch bei den Direktoren und den Mitgliedern des Beirats. Hier tummeln sich einige Unternehmer und Risikokapitalgeber, die (meine Unterstellung) wohl eher wirtschaftliche Interessen haben. Aber auch Klimaaktivisten sind im Beitrat vertreten. Auffällig ist hier, dass diese Aktivisten in der ein oder anderen Form Eliteeinrichtungen durchlaufen haben. Sie stammen also aus einem sehr speziellen Kosmos, der nichts mit normalen Menschen oder Schülern zu tun hat.

WeDontHaveTime AB
Direktoren und Beirat von WeDontHaveTime AB

Neben dem Unternehmen WeDontHaveTime AB gibt es auch noch eine Stiftung mit gleichem Namen. Auch sie wurde von Ingmar Rentzhog gegründet. Im Beirat der Stiftung war auch Greta Thunberg Mitglied, bis sie, auf Grund von öffentlichem Druck, diesen Posten geräumt hat. Ihren Platz hat Jamie Margolin, die Leiterin der Schulstreiks in den USA, eingenommen. Jamie Margolin hat außerdem die Plattform thisiszerohour.org zur Vernetzung von Klimaaktivisten in den USA gegründet.

WeDontHaveTime Foundation
Direktoren und Beirat von WeDontHaveTime Foundation

Die Eltern von Greta

Die Eltern von Greta sind in Schweden keine unbekannten Persönlichkeiten. Svante Thunberg ist Schauspieler, Produzent und Autor sowie Vorsitzender der Ernman Produktion AB und der Northern Grace AB. Die Mutter von Greta, Malena Ernman, ist eine Opernsängerin und hat Schweden 2009 beim Eurovision Song Contest vertreten. Besonders der Vater tritt in Verbindung mit Greta vermehrt in Erscheinung. Er begleitet sie auf allen ihren Reisen und kümmert sich scheinbar auch um die Vermarktung. Greta, bzw. ihre Eltern haben mittlerweile drei Bücher herausgebracht:

  • No One Is Too Small to Make a Difference
  • Ich will, dass ihr in Panik geratet!: Meine Reden zum Klimaschutz
  • Szenen aus dem Herzen: Unser Leben für das Klima

Besonders das letzte Buch hat eine recht große Verbreitung und dürfte den Eltern einiges an Gewinn einbringen.

Die Eltern von Greta wissen auf jeden Fall den medialen Hype um ihre Tochter zu nutzen. Die Begleitung eines Dokumentarfilmers auf dem Segelturn nach New York wird wohl auch bedeuten, dass bald auch eine entsprechende filmische Verwertung anlaufen wird. Das alles ist natürlich nicht verwerflich, zeigt aber auch, dass eben auch wirtschaftliche Interessen hinter der ganzen Sache stecken.

Klimaschutzorganisationen

Organisationen, die sich Klimaschutz auf die Fahne geschrieben haben, leben natürlich davon, dass ihr Thema möglichst präsent in den Medien vorkommt. Direkt mit der medialen Präsens hängen auch die Höhe der Spendengelder und der Mittel durch die Politik ab. Jede Lobbyorganisation hat also ein natürliches Interesse an einer möglichst dramatischen Darstellung der Lage und einer entsprechenden medialen Begleitung. Wir reden hier von mehreren Milliarden Dollar um die es hier geht. Ich gehe davon aus, dass die handelnden Personen, dies aus einer innerer Überzeugung heraus tun, aber es geht eben auch um weltweite Netzwerke und viel Geld. Da kommt natürlich eine solche Galionsfigur wie Greta nur recht.

Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass es unglaublich schwierig zu bestimmen ist woher die Stiftungen und Organisationen ihr Geld genau bekommen. Die meisten Organisationen geben zwar ihre Großspender an, diese sind meistens aber auch Stiftungen. So entsteht ein riesiges Geflecht von Stiftungen und Organisationen, welches kaum zu überblicken ist. Nur in einigen Fällen kann man einzelne Familien oder deren Stiftungen als Geldgeber ausmachen.

Schulstreik – Eine Idee von einem Teenager?

Die Idee des Schulstreiks ist nicht von Greta, wie es in manchen Medien dargestellt wird, sondern ist auf dem Global Youth Summit 2015 entstanden. Nach diesem Treffen wurde die Website www.climatestrike.net eingerichtet, welche die Idee verbreiten sollte. Dies hat aber nicht wirklich geklappt, bis Greta durch ihre Streiks bekannt wurde. Der Global Youth Summit wird von der Stiftung Plant-for-the-Planet ausgerichtet. Die Finanziers sind u.a. der “Club of Rome” und die “German Marshall Plan Foundation”. Beides amerikanisch finanzierte Organisationen, die ihre Agenda durch gezieltes lobbying und Kontakte bis in die höchsten politischen Kreise durchsetzen wollen.

Es lässt sich natürlich nicht mehr rekonstruieren von wem die Idee letztendlich kam, aber die Verbindung zu den genannten Elite- und Lobbynetzwerken lässt doch einige Fragen offen. Zumindest fällt auf, dass einige Protagonisten, die sich in diesem Umfeld bewegen, Kontakte zu Elitenetzwerken haben, bzw. aus diesen stammen. Auch wenn die Bewegung immer als Graswurzelbewegung dargestellt wird, deuten diese Verbindungen auf andere Interessen hin. Diese müssen natürlich nicht schlecht sein und die Menschen handeln sicher aus voller Überzeugung, aber es sieht eben so aus, dass es keine aus sich selbst entstandene Massenbewegung ist.

Weitere Protagonisten

Neben den genannten Organisationen und Personen gibt es noch weitere bedeutende Personen um Greta Thunberg herum, die maßgeblichen Einfluss auf die Debatte und Aktionen nehmen. Ich möchte hier eine kurze Übersicht über die deutschen Personen und Verbindungen geben.

Luisa-Marie Neubauer
ist eine 23-jährige Studentin und eine der Hauptorganisatoren der deutschen Schulstreiks. Sie ist Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen sowie der Grünen Jugend. Bekannt wurde sie auch durch ihre vielen Langstreckenflüge (dokumentiert auf Instagram) und der Kritik daran unter dem Hashtag “#langstreckenluisa”.

Jakob Blasel
19-jähriger Abiturient aus Kiel. Er ist Beisitzer im Vorstand der Grünen Jugend und Mitglied der Greenpeace-Jugend. Auf Twitter begrüßt er auch drastische Maßnahmen, wie zum Beispiel die Blockade eines Kreuzfahrtschiffes.

Bündnis 90/Die Grünen
sind die Nutznießer der Klimahysterie. Kurzzeitig waren sie in Umfragen sogar stärkste Kraft in Deutschland. Der Weg für einen grünen Kanzler schien frei zu sein. Mittlerweile haben sich die Umfragewerte wieder etwas verschlechtert, sind aber weiterhin deutlich über 20%. Allein aus machtpolitischen Gründen haben sie also ein Interesse an einem Anhalten der Schulstreiks und der Klimahysterie.

Was bleibt vom Klimaschutz?

Das Problem an der ganzen Geschichte mit Greta ist ja, dass damit dem eigentlich richtigen und wichtigem Anliegen, dem Klimaschutz, geschadet wird. Anstatt über Inhalte, wird nun über Greta und irgendwelche Segelturns berichtet. Jeder der auch nur einen leisen Zweifel an der Zweckmäßigkeit von Klimaschutzzielen oder -aktionen hegt, bekommt einen Shitstorm ab. Dies ist fatal, da es nur dafür sorgt, dass es eine Lagerbildung gibt und sich zwei unversöhnliche Gruppen gegenüberstehen. Die politische Mitte wird von ihnen übertönt.

Auch die Überhöhung von Klimaschutz zu einer Art Religion hilft da nicht. Auch wenn Greta immer wieder von Wissenschaft redet, beruhen ihre Reden doch auf Gefühlen:

Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre.

Greta Thunberg, Januar 2019, Davos

Dabei wäre es mehr als nötig, dass gehandelt wird – aber unter Einbeziehung aller Interessen. Arbeitsplätze, der Industriestandort und regionale Besonderheiten müssen immer im Blick bleiben. Auch wird Deutschland nicht allein die Welt retten können. Klima muss weltweit geschützt werden.

Trotzdem kann natürlich jeder seinen Beitrag leisten. Weniger Flugreisen, bewusster einkaufen und weniger Autofahren sind nur drei Möglichkeiten. Schaut man sich da die Vorreiter der Klimaschutzbewegung an, sieht man leider viele Heuchler. Luisa-Marie Neubauer ist kein Einzelfall. Insgesamt fliegen die Wähler der Grünen am Meisten, obwohl ihnen das Klima ja angeblich besonders am Herzen liegt.

Zur Klimapolitik gehört für mich aber auch, dass wir Möglichkeiten finden mit dem Klimawandel umzugehen. Die Menschen mussten dies in ihrer Geschichte immer wieder. Kleine Eiszeiten oder Wärmeperioden sind nichts außergewöhnliches. Einzig die Schnelligkeit der Änderung ist neu. Diesen Anpassungsprozess sehe ich massiv in Gefahr, da im Moment alle Anstrengung auf die CO2-Reduzierung verwendet wird und besonnene Stimmen von manchen fanatischen Anhängern Gretas nieder gemacht werden.

Dabei wäre eine gesellschaftliche Debatte wie wir mit den Veränderungen umgehen wollen nötig. Abseits von rechts-links-Denken, ist eine offene Diskussion nötig. Ich fürchte nur, dass mit den Anhängern der “Klimareligion” diese Diskussion nicht möglich ist.

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