Angst vor der Digitalisierung? – Ergreife die Chancen!

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade von BuGaSi zum Thema “Was nimmt dir die Angst vor der Digitalisierung?

Die Digitalisierung löst bei vielen Sorgen aus, dass es ihren Job vielleicht bald nicht mehr geben wird oder dass sensible Daten, zum Beispiel über ihren Gesundheitszustand, im Internet zu finden sind. Ich denke viele der Befürchtungen sind übertrieben. In diesem Artikel möchte ich auf einige Befürchtungen eingehen und was meine Strategien sind, um mit der zunehmenden Digitalisierung umzugehen.

Was ist Digitalisierung?

Oftmals wird bei Digitalisierung nur an eine Verlagerung von der “realen Welt” in das Digitale gedacht. Die Menschen laufen nur noch mit dem Smartphone vor der Nase rum und die sozialen Kontakte beschränken sich auf Facebook und co. Maximal wird die Onlinebehörde noch mit Digitalisierung in Verbindung gebracht. Digitalisierung ist aber viel mehr. Arbeitsprozesse werden digital, die Art des Zusammenlebens und -arbeiten ändert sich, neue Geschäftsmodelle entstehen und verdrängen alte Modelle. Digitalisierung zu Ende gedacht, hat Auswirkung auf alle Bereiche unseres Lebens. Privat wie beruflich. Mit dem Begriff Digitalisierung (oder auch digitaler Wandel) wird eine Umwälzung beschrieben, die an die Zeiten der industriellen Revolution erinnern.

Der digitale Wandel beschreibt die durch die Digitalisierung ausgelösten Veränderungsprozesse in der Gesellschaft inklusive Wirtschaft, Kultur, Bildung und Politik.

https://www.bigdata-insider.de/was-ist-digitalisierung-a-626489/

Alle Bereiche unseres Lebens sind von diesem Wandel betroffen. Unsere Art zu Kommunizieren, die Mobilität, Bildung, Meinungsbildung, Kultur und Arbeitswelt. Gefühlt wird die Welt dadurch immer schneller. Informationen sind immer verfügbar und können kaum noch gefiltert oder auf Relevanz geprüft werden. Sogar vor Partnerschaft macht die Digitalisierung nicht halt.

Gerade ein Blick in die Geschichte zeigt, dass solche großen Umbrüche auch viele Chancen bieten. Wer sich auf seinen Privilegien und der aktuellen Situation ausruht, kann aber auch schnell zu den Verlierern gehören.

Jobverlust

Durch die Digitalisierung werden nicht alle Jobs verschwinden. Die Jobs werden sich aber wandeln. Musste ein Schreiner noch vor hundert Jahren hauptsächlich mit „analogen“ Werkzeugen zurecht kommen, werden heute zusätzliche Kenntnisse für die Bedienung komplexer Maschinen benötigt. Auch in anderen Bereichen hat sich ein solcher Wandel vollzogen, z.B. in der Landwirtschaft. Wandel hat schon immer Auswirkungen auf die Arbeitswelt und die benötigten Jobs gehabt.

Natürlich wird es auch Verlierer geben. Durch die Digitalisierung der Taxibranche erleben wir gerade einen Wandel. Die Taxizentralen bekommen Probleme, da die Vermittlung kostengünstiger über Apps realisiert werden kann und die Taxiunternehmen bekommen Konkurrenz von Uber und co. Oftmals reagieren solche Branchen und Firmen mit einer Abwehrhaltung und versuchen so lange wie möglich ihr altes Geschäftsmodell zu behalten. Irgendwann verlieren sie aber den Kampf und schaffen es auch nicht mehr den Rückstand aufzuholen.

Möchte ich für mich persönlich das Risiko minimieren, dass mein Arbeitsplatz wegen der Digitalisierung wegfällt, dann geht das nur, wenn ich zunächst schaue, wo in meinem Bereich die Reise wahrscheinlich hingehen wird (hier kann man seinen Beruf auf Zukunftsfähigkeit testen). Anschließend sollte der Fokus auf Weiterbildung oder vielleicht sogar auf eine Umschulung liegen. Unter dem Stichwort „lebenslanges Lernen“ wird diese Idee schon seit geraumer Zeit verkauft. Ich würde gerne noch „zielgerichtet“ ergänzen. Letztlich muss dieser Begriff aber von jedem einzelnen mit Leben gefüllt werden.

Zielgerichtetes lebenslanges Lernen

War es vor einigen Jahren noch recht schwer sich weiterzubilden und man war auf offline-Kurse angewiesen. Heute kann man über das Internet viele verschiedene Weiterbildungsangebote nutzen. Youtube-Videos oder professionelle Kurse bei cousera und co., die Möglichkeiten sind schier unendlich. Hier hat die Digitalisierung der Bildung klar rießige Vorteile für den Einzelnen. Das Einzige was man investieren muss ist Zeit. Deshalb auch “zielgerichtet”. Man sollte sich klar machen, welche Kurse einen privat und beruflich weiter bringen und diese dann absolvieren. Bei beruflichen Kursen macht es dann manchmal sogar Sinn, etwas Geld für ein Zertifikat zu bezahlen.

Gerade diese Möglichkeiten neue Sprachen zu lernen oder sich auf einem anderen Gebiet weiterzubilden, sind für mich ein klarer Gewinn der Digitalisierung. Noch nie war es so einfach sich neues Wissen anzueignen.

Aufgabe der Politik

Die Politik gibt die Rahmenbedingungen in einem Land vor. Wenn es aber um die Digitalisierung geht, dann wird die Politik regelmäßig von der Realität abgehängt. Ein Beispiel sind die Kryptowährungen. Noch bevor die Politik sich dazu durchgerungen hat zu handeln, war der große Hype um die Kryptowährungen schon abgeklungen. Auch in anderen Bereichen war dies schon zu beobachten. Die Politik muss deshalb aktiv den Wandel gestalten. Nicht mit dem Fokus “wo bekomme ich Geld her”, sondern wie gestalte ich die Rahmenbedingungen, damit Digitalisierung zum Erfolg wird und möglichst viele Menschen daran partizipieren können.

Ich bin mir sicher, dass in den nächsten Jahren der Druck auf die Politik steigen und sie in diesem Bereich aktiver wird.

Fazit

Die Digitalisierung bietet viele Chancen. Man muss nur bereit sein, diese Veränderungen anzunehmen und für sich persönlich zu gestalten. Natürlich ist auch die Politik gefordert, den Wandel aktiv zu gestalten und nach Möglichkeiten zu suchen, den Menschen bei den Veränderungen zu helfen.

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