Alles Corona oder was? – Finanzen in Zeiten der Krise

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber die Corona-Krise geht mir jetzt schon ziemlich auf die Nerven. Immer mehr Einschränkungen machen das Leben echt unangenehm. Aus Anlagersicht ist es aber eine ziemlich spannende Zeit. Negative Ölpreise sind schon sehr ungewöhnlich. Gut lässt sich die ganze ungewöhnliche Situation auch am DAX ablesen: Erst stürzt er von über 13.500 auf kapp 8.500 Punkte ab, nur um sich dann innerhalb kürzester Zeit wieder auf über 10.500 Punkte zu erholen. In diesem Artikel möchte ich euch ein paar Gedanken mitteilen, die ich bezüglich einiger Anlageklassen in der Krise habe, inklusive meiner Vorgehensweise.

Aktien

An den Aktienmärkten ist zurzeit viel los. Teilweise wurden massive Verluste realisiert. Gut wer nicht verkaufen muss und die Nerven behält. Vor einigen Wochen waren noch recht gute Schnäppchen bei Qualitätsaktien zu machen. Auch heute rentiert es sich noch, gezielt nach guten Aktien Ausschau zu halten. Durch meine Käufe habe ich recht gute Buchgewinne gemacht. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Wirtschaft noch massiv einbrechen wird und infolgedessen es auch an den Aktienmärkten nochmal kräftig nach unten gehen wird. Es wird also noch einige gute Gelegenheiten für Nachkäufe geben.

Am Aktenmarkt heißt es nun Nerven bewahren und am besten nicht zu oft in das Depot zu schauen. Buchverluste muss man aushalten können. Ansonsten immer etwas Geld bereithalten, um Aktien nachkaufen zu können.

p2p-Kredite

In dieser Anlageklasse haben viele Anleger panisch ihre Kredite auf dem Zweitmarkt verkauft. Auf Mintos konnte und kann man Kredite mit 10% Abschlag kaufen. Wer Risiko-affin ist, kann hier sehr gute Renditen erwirtschaften. Durch den kommenden Einbruch der Wirtschaft in ganz Europa, rechne ich hier aber mit einigen Verwerfungen und wir werden sehen, wie viel die Rückkaufgarantie wirklich wert ist. Der ein oder andere Kreditgeber wird diese Krise wohl auch nicht überleben. Für Anleger könnte es in dieser Anlageklasse also noch sehr ungemütlich werden.

Ich werde weiterhin in p2p-Krediten investiert bleiben und verstärkt auf Diversifikation achten. Besonders Länder wie Spanien und Italien werde ich meiden, bzw. reduzieren.

Tagesgeld

Gerade in Krisenzeiten ist die Sicherheitsrücklage entscheidend. 2-3 Nettomonatsgehälter helfen, falls man von Kurzarbeit betroffen ist. Wer also noch nicht ausreichend Rücklagen gebildet hat, sollte dies dringend nachholen. Ansonsten sollte man alles Geld aus dem Ausland zurückholen, welches man auf der Jagd nach 0,2% mehr Zinsen dorthin überwiesen hat. Im Moment ist nicht abzusehen, wie sich die Situation, besonders in Südeuropa entwickelt. Mir wären und waren solche Anlagen zu riskant, dies gilt aber besonders in Krisenzeiten.

Wie gehts weiter?

Die Einschränkungen, die mit Corona einhergehen, werden uns wohl noch Jahre begleiten. Wie schnell sich die Wirtschaft wieder normalisiert, kann nicht seriös abgeschätzt werden. Ich rechne mit einer Pleitewelle im Sommer und einer großen Rezession, die sich bis mindestens Mitte nächstes Jahres hinzieht. Durch die Überreaktion der Politik und Medien kommen also noch stürmische Zeiten auf uns zu. Jede Krise bietet aber auch Chancen, die heißt es zu ergreifen!

Schreibt noch mal in den Kommentaren, wie ihr mit der Krise umgeht und wie ihr die Buchverluste verkraftet.

 


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