AfD ist eine ” im Kern fremdenfeindliche und extremistische Partei”

Das Zitat aus der Überschrift stammt vom noch Fraktionsvorsitzenden Markus Plenk der AfD im bayerischen Landtag. Er wird dem gemäßigtem Flügel in der AfD zugerechnet. Laut eigener Aussage möchte er nicht mehr die bürgerliche Fassade der AfD sein. Deshalb tritt er nächste Woche von seinem Posten als Fraktionsvorsitzender zurück und wird auch die Partei verlassen. In einer Pressemitteilung schreibt er dazu:

Es tut mir Leid, dass ich nun meinerseits all jene vernünftigen AfD-Mitglieder enttäusche, die weiterhin hoffen, dass sich innerhalb der bestehenden Organisations- und Personalstrukturen noch etwas zum Guten wenden lässt. Das habe ich als Fraktions- und Bezirksvorsitzender selber versucht. Nun aber möchte ich keine weitere Energie in das Bemühen stecken, die AfD-Fraktion vor einem Rechtsruck zu bewahren.

Hintergrund dürfte der schon länger anhaltende Richtungsstreit mit der Co-Fraktionsvorsitzenden Katrin Ebner-Steiner sein, die dem rechts-nationalen Flügel um Björn Höcke zugerechnet wird. Plenk hatte auch massiv die Anstellung von mehreren Mitarbeitern in der Fraktion kritisiert, die der NPD oder rechtsradikalen Organisationen nahe standen, bzw. angehörten.

Der Austritt von Plenk birgt insofern Sprengkraft, da er eine Kettenreaktion unter den gemäßigten Abgeordneten in der AfD auslösen könnte. Dies hätte letztlich aber auch zur Folge, dass die AfD noch weiter nach rechts rückt. Seine Aussagen sind aber auch in anderer Hinsicht interessant: Wie werden die Anhänger und Wähler der AfD reagieren, die die AfD aus Protest gewählt haben? Hier sagt ein Insider klar und deutlich, dass die AfD im Kern fremdenfeindlich und extremistisch ist. Werden sie sie also weiter wählen und unterstützen?

In Hinblick auf Sachsen bin ich pessimistisch, dass viele bis zur Wahl im September aufwachen.

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